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Lokale Keywords für ein kleines Unternehmen finden: ein praktischer Ablauf
So können Sie lokale Keywords für ein kleines Unternehmen finden, sinnvoll priorisieren und passenden Seiten Ihrer Website zuordnen.
6 Min. Lesezeit

Auf dieser Seite
- Was ein lokales Keyword ausmacht
- Leistungen und Kundenwörter sammeln
- Suchideen und vorhandene Daten prüfen
- Begriffe nach Absicht und Geschäftswert priorisieren
- Keywords den passenden Seiten zuordnen
- Lokale Keywords für ein kleines Unternehmen finden: der Ablauf
- Ergebnisse beobachten und die Liste aktualisieren
- Ihre nächste Aufgabe
- Häufige Fragen
- Quellen
Um lokale Keywords für ein kleines Unternehmen zu finden, verbinden Sie Ihre Leistungen mit Kundenformulierungen und passenden Ortsbezügen. Prüfen Sie anschließend, welche Suchabsicht dahintersteht und welche Seite Ihrer Website dazu passt. Wir empfehlen, mit dem tatsächlichen Angebot zu beginnen und Suchdaten als Entscheidungshilfe zu nutzen, nicht als alleinigen Maßstab.
Was ein lokales Keyword ausmacht
Ein lokales Keyword ist ein Suchbegriff mit örtlichem Bezug. Dieser kann ausdrücklich genannt sein, etwa bei „[Leistung] in [Stadt]“ oder „[Leistung] [Stadtteil]“. Bei „[Leistung] in der Nähe“ ergibt sich der gewünschte Ort aus dem Suchkontext.
Hinter ähnlichen Begriffen können unterschiedliche Wünsche stehen:
- Einen Anbieter finden: „[Leistung] buchen [Stadt]“.
- Eine Leistung vergleichen: „[Leistung A] oder [Leistung B]“ mit lokalem Bezug.
- Sich zunächst informieren: „Wie funktioniert [Leistung]?“.
Nicht jede Informationsfrage braucht einen Ortsnamen. Entscheidend ist, ob die Antwort potenziellen Kundinnen und Kunden bei einer konkreten Entscheidung hilft.
Websuche, Google Maps und das Unternehmensprofil sind verwandte, aber unterschiedliche Kontaktpunkte. Eine Leistungsseite erklärt Ihr Angebot ausführlich. Im Unternehmensprofil suchen Menschen beispielsweise nach Adresse, Öffnungszeiten oder Kontaktmöglichkeiten. Die Keyword-Liste sollte deshalb nicht nur mögliche Artikelthemen enthalten, sondern auch wichtige Leistungen und Standortinformationen.
Leistungen und Kundenwörter sammeln
Wir beginnen mit dem Angebot, nicht mit einem Recherchewerkzeug. Notieren Sie, welche Leistungen oder Produkte Sie tatsächlich anbieten. Ergänzen Sie die Probleme, die Ihre Kundschaft damit lösen möchte.
Geeignete Formulierungen finden Sie häufig in Anfragen, E-Mails und Beratungsgesprächen. Achten Sie darauf, wie Menschen ihr Anliegen beschreiben. Ein Fachbegriff aus Ihrem Leistungskatalog muss nicht dem Wort entsprechen, das jemand bei Google eingibt.
Sammeln Sie zunächst auch Synonyme, umgangssprachliche Begriffe und typische Fragen. Sortieren können Sie später. Markieren Sie jedoch sofort Leistungen, die Sie nicht anbieten oder nicht mehr anbieten möchten.
Eine erste Keyword-Liste aufbauen
Eine einfache Tabelle genügt für den Anfang:
| Leistung oder Bedarf | Kundenformulierung | Ortsbezug | Mögliche Suchabsicht |
|---|---|---|---|
| [Leistung] | „[Leistung] buchen“ | [Stadt] | Anbieter kontaktieren |
| [Problem] | „Hilfe bei [Problem]“ | [Stadtteil] | Konkrete Lösung finden |
| [Leistung] | „Wie läuft [Leistung] ab?“ | gegebenenfalls [Region] | Ablauf verstehen |
Ergänzen Sie Stadt, Stadtteil und Region nur dort, wo sie zu Ihrem tatsächlichen Einzugsgebiet passen. Kombinieren Sie nicht wahllos jeden Begriff mit jedem Ortsnamen.
Bei mehreren Standorten führen Sie zunächst getrennte Ortslisten. Für mehrsprachige Kundschaft sammeln Sie Begriffe je Sprache und Zielmarkt separat. Übernehmen Sie nicht einfach eine übersetzte Liste: Wortwahl und gesuchte Leistungen können sich unterscheiden.
Suchideen und vorhandene Daten prüfen
Geben Sie Ihre wichtigsten Ausgangsbegriffe in die Suche ein. Suchvorschläge können zusätzliche Formulierungen liefern. Notieren Sie passende Varianten, ohne jede angezeigte Kombination ungeprüft zu übernehmen.
Der Google-Keyword-Planer liefert Keyword-Ideen sowie historische Suchvolumen- und Trenddaten. Standort und Sprache lassen sich eingrenzen. Wählen Sie Einstellungen, die zu Ihrer Kundschaft passen, statt eine überregionale Auswertung als lokale Nachfrage zu lesen.
Für eine bestehende Website lohnt sich außerdem die Google Search Console. Dort sehen Sie, bei welchen Suchanfragen Ihre eigenen Seiten bereits Impressionen oder Klicks erhalten. Eine Impression bedeutet, dass ein Suchergebnis Ihrer Website angezeigt wurde.
Prüfen Sie sowohl die Suchanfrage als auch die zugehörige Seite. So erkennen Sie beispielsweise, ob eine allgemeine Seite bereits für eine bestimmte Leistung gefunden wird. Diese Daten betreffen Ihre eigene Website, nicht sämtliche Suchanfragen im Markt.
Kennzahlen richtig lesen
Der Keyword-Planer ist ein Werkzeug für Werbeplanung. Sein ausgewiesener Wettbewerb und seine Gebotsschätzungen beziehen sich auf Google Ads, nicht unmittelbar auf die Schwierigkeit organischer Suchergebnisse.
Behandeln Sie einen niedrigen oder fehlenden lokalen Volumenwert deshalb nicht automatisch als Ausschlusskriterium. Gerade bei engen Ortsbezügen ist eine einzelne Zahl als Entscheidungsgrundlage zu wenig.
Notieren Sie neben den Daten immer die praktische Begründung: Welche Leistung betrifft der Begriff? Passt der Ort? Welche Frage müsste Ihre Seite beantworten?
Begriffe nach Absicht und Geschäftswert priorisieren
Wir priorisieren Begriffe danach, wie gut Suchanfrage, Angebot und Zielseite zusammenpassen. Ein Begriff mit vermeintlich hoher Nachfrage ist wenig hilfreich, wenn Sie die gesuchte Leistung nicht anbieten.
Prüfen Sie für jeden Kandidaten:
- Angebot: Können Sie das Gesuchte tatsächlich leisten?
- Gebiet: Bedienen Sie den genannten Ort?
- Absicht: Möchte die Person buchen, vergleichen oder etwas verstehen?
- Nutzen: Können Sie dazu eine konkrete, hilfreiche Antwort geben?
- Geschäftswert: Unterstützt das Thema eine Leistung, die für Ihr Unternehmen relevant ist?
„[Leistung] buchen [Stadt]“ gehört eher zu einer Leistungsseite mit Kontaktmöglichkeit. „Was passiert bei [Leistung]?“ kann einen erklärenden Abschnitt oder Ratgeber rechtfertigen. Beide Begriffe können sinnvoll sein, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben.
Zur örtlichen Sichtbarkeit gehört mehr als die Wortwahl. Google nennt Relevanz, Entfernung und Bekanntheit als wichtige lokale Rankingfaktoren. Die genaue Gewichtung veröffentlicht Google nicht.
Behalten Sie deshalb einen geschäftlich wichtigen Begriff auch bei unklarer Nachfrage auf der Liste. Kennzeichnen Sie ihn als zu prüfende Annahme, statt ihm ungeprüft höchste Priorität zu geben.
Keywords den passenden Seiten zuordnen
Aus einer Keyword-Liste wird erst dann ein Arbeitsplan, wenn klar ist, welche Seite welches Anliegen beantwortet. Dafür ordnen wir zusammengehörige Begriffe einem gemeinsamen Thema zu.
| Thema | Häufig passende Seite |
|---|---|
| Unternehmen, Hauptangebot und Einzugsgebiet | Startseite |
| Einzelne Leistung und ihr Ablauf | Leistungsseite |
| Eigenständiger Standort mit konkreten Informationen | Standortseite |
| Erklärungsbedürftige Kundenfrage | FAQ oder Ratgeber |
Diese Zuordnung ist keine starre Vorlage. Hat eine bestehende Seite bereits die richtige Aufgabe, verbessern Sie diese zuerst. Nicht jede Formulierungsvariante braucht eine neue URL.
Wann eine eigene Standortseite sinnvoll ist
Eine Standortseite braucht eigenständigen Nutzen. Das können die tatsächliche Adresse, Erreichbarkeit, Öffnungszeiten und dort angebotene Leistungen sein. Leserinnen und Leser sollten erfahren, was für genau diesen Standort gilt.
Erstellen Sie nicht für jede Kombination aus Leistung und Ort eine fast identische Seite. Wenn lediglich der Ortsname wechselt, fehlt häufig ein eigener Informationswert. Stellen Sie mehrere reale Standorte getrennt und korrekt dar.
Verwenden Sie die gewählten Begriffe dort, wo sie den Inhalt verständlicher machen: in Überschriften, Beschreibungen und passenden Antworten. „In meiner Nähe“ ist eine Suchformulierung, keine Pflichtphrase für Ihre Website.
Pflegen Sie auch Ihr Unternehmensprofil. Laut Google helfen vollständige und detaillierte Angaben bei der Zuordnung zu lokalen Suchanfragen.
Vermeiden Sie Wortlisten und ständige Wiederholungen. Google warnt vor überflüssigen Keyword-Wiederholungen. Auch das Meta-Keywords-Tag verwendet Google nicht für die Suche. Investieren Sie die Arbeit stattdessen in verständliche Seiteninhalte.
Lokale Keywords für ein kleines Unternehmen finden: der Ablauf
Für die Umsetzung empfehlen wir diese Arbeitsfolge:
- Angebot prüfen: Tatsächliche Leistungen und Einzugsgebiete festhalten.
- Kundenwörter sammeln: Anfragen, Fragen und gebräuchliche Bezeichnungen notieren.
- Orte ergänzen: Passende Stadt-, Stadtteil- und Regionsbezüge zuordnen.
- Daten prüfen: Suchideen, Keyword-Planer und eigene Suchanfragen zusammen betrachten.
- Prioritäten setzen: Suchabsicht und Geschäftswert bewerten.
- Seiten zuweisen: Bestehende Inhalte verbessern oder begründete neue Inhalte planen.
Bei Foundelo haben wir den Ablauf von der Website-Adresse bis zur Veröffentlichung aufgebaut: Website eingeben, Keyword-Plan prüfen, Artikel freigeben sowie veröffentlichen und beobachten. Die Recherche berücksichtigt die gewählte Sprache und das Zielland.
Sie können das Unternehmensprofil prüfen und korrigieren, ungeeignete Keywords entfernen und Artikelentwürfe bearbeiten. Die Freigabe vor der Veröffentlichung ist standardmäßig aktiviert. Sie können bei jedem Schritt vor der Veröffentlichung stoppen.
Unser Werkzeug befindet sich in der privaten Beta; der Zugang erfolgt über eine Warteliste. Unter „So funktioniert Foundelo“ zeigen wir den Ablauf einschließlich der späteren Beobachtung von Indexierung, Impressionen und Klicks.
Ergebnisse beobachten und die Liste aktualisieren
Nach der Seitenzuordnung beginnt die Überprüfung. Halten Sie in Ihrer Arbeitsliste fest:
- Suchbegriff oder Themengruppe;
- zugehörige Seite;
- gemeinter Standort oder Einzugsgebiet;
- verfügbare Impressionen und Klicks;
- nächste sinnvolle Änderung.
Den Standort tragen Sie als Kontext Ihrer Planung ein. Setzen Sie ihn nicht automatisch mit einer exakt messbaren Herkunft jeder Suchanfrage gleich.
Prüfen Sie in der Search Console, welche Suchanfragen zur jeweiligen Seite erscheinen. Passen diese zum vorgesehenen Thema? Fehlt eine Antwort, die Menschen offenbar suchen? Landet eine konkrete Leistungsanfrage auf einer zu allgemeinen Seite?
Leiten Sie daraus gezielte Änderungen ab. Ergänzen Sie beispielsweise eine fehlende Leistungsbeschreibung oder machen Sie den nächsten Kontaktweg verständlicher. Notieren Sie, was Sie geändert haben, damit spätere Beobachtungen nachvollziehbar bleiben.
Überarbeiten Sie die Liste regelmäßig sowie bei neuen Leistungen, geänderten Standorten oder anderen Kundenfragen. Ein starrer Rhythmus ist dafür nicht nötig.
Als technische Ergänzung können strukturierte LocalBusiness-Daten unter anderem Öffnungszeiten an Google übermitteln. Google empfiehlt, den Code mit dem Rich-Suchergebnisse-Test zu prüfen.
Ihre nächste Aufgabe
Wählen Sie eine wichtige Leistung aus. Sammeln Sie die Kundenformulierungen und passenden Ortsvarianten dafür. Bestimmen Sie anschließend die vorhandene Seite, die dieses Anliegen am besten beantwortet, und beobachten Sie deren Suchanfragen.
Wenn Sie unseren Ablauf ausprobieren möchten, können Sie sich bei Foundelo auf die Warteliste setzen. Wir informieren Sie per E-Mail, sobald ein Platz in der privaten Beta verfügbar ist.
Häufige Fragen
Welche kostenlosen Tools eignen sich für die lokale Keyword-Recherche?
Für den Einstieg eignen sich Google-Suchvorschläge, der Keyword-Planer und die Search Console. Der [Keyword-Planer liefert Ideen und historische Daten](https://business.google.com/de/resources/articles/using-google-ads-keyword-planner/); seine Wettbewerbsangaben beziehen sich auf Anzeigen, nicht auf organische SEO-Schwierigkeit. Die Search Console zeigt Suchanfragen Ihrer eigenen Website. Der Detailgrad der Daten kann je nach Ort und Markt unterschiedlich ausfallen.
Wie aussagekräftig sind lokale Suchvolumen bei kleinen Orten?
Ein fehlender oder grober Wert ist kein verlässlicher Grund, einen Begriff sofort zu verwerfen. Wir betrachten zusätzlich die Suchabsicht, die Bedeutung der Leistung und passende Suchvorschläge. Bei einer bestehenden Website helfen auch eigene Search-Console-Daten. Setzen Sie keinen festen Mindestwert an, sondern halten Sie fest, warum ein Begriff für Ihr Angebot relevant ist.
Sollte ich „in meiner Nähe“ auf meiner Website verwenden?
Nicht zwanghaft. Die Formulierung hilft bei der Recherche, einen lokalen Anbieterwunsch zu erkennen. Auf der Website sollten Sie Ihr Angebot, den tatsächlichen Standort und das Einzugsgebiet verständlich beschreiben. Verwenden Sie „in meiner Nähe“ nur, wenn es sprachlich passt. Wiederholen Sie die Phrase nicht in Überschriften oder Absätzen, nur um sie unterzubringen.
Wie finde ich lokale Suchbegriffe, die bereits Impressionen oder Klicks bringen?
Öffnen Sie den Leistungsbericht Ihrer Website in der Google Search Console und betrachten Sie Suchanfragen sowie zugehörige Seiten. Suchen Sie nach Ortsnamen und Begriffen Ihrer Leistungen. Prüfen Sie anschließend, ob die angezeigte Seite das jeweilige Anliegen beantwortet. Wir empfehlen, passende Begriffe und mögliche Verbesserungen direkt in der Keyword-Liste festzuhalten.
Wie gehe ich mit lokalen Keywords für mehrere Standorte um?
Sammeln Sie Leistungen und Ortsbegriffe zunächst je Standort getrennt. Eine eigene Standortseite ist sinnvoll, wenn sie eigenständige Informationen bietet, etwa zur Erreichbarkeit oder zum dortigen Angebot. Kopieren Sie nicht dieselbe Seite mit wechselnden Ortsnamen. Die Angaben auf Website und Unternehmensprofil sollten die tatsächlichen Standorte und Leistungen korrekt wiedergeben.
Quellen
- Den Keyword-Planer effektiv verwenden (business.google.com)
- Ranking in lokalen Suchergebnissen auf Google verbessern (support.google.com)
- Startleitfaden zur Suchmaschinenoptimierung (SEO): Grundlagen (developers.google.com)
- Strukturierte Daten für lokale Unternehmen (LocalBusiness) (developers.google.com)
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